Sequenzabhängige Rüstzeiten für Ihre Produktion

schedwerk kennt die Rüstzeit für jeden Materialwechsel, berücksichtigt den aktuellen Rüstzustand jeder Maschine und bildet Reihenfolgen, die unnötiges Umrüsten vermeiden. So plant schedwerk mit der Rüstrealität, nicht gegen sie.

Umrüst-Matrix in schedwerk für eine Beschichtungslinie: je Materialwechsel eine eigene Rüstzeit. Der Wechsel von Schwarz auf Weiß dauert 30 Minuten, von Weiß auf Blau nur 5, gleiche Farbe hintereinander null.

Was sind sequenzabhängige Rüstzeiten?

Sequenzabhängige Rüstzeiten bedeuten, dass die Dauer einer Umrüstung davon abhängt, was vorher auf der Maschine lief und was als Nächstes kommt. Ein Wechsel von Blau auf Schwarz ist schnell, von Schwarz auf Weiß dauert lange. schedwerk bildet diese Rüstzeiten in einer Umrüst-Matrix ab und berücksichtigt sie bei jeder Planung. So werden Rüstzeiten in der Produktionsplanung nicht geschätzt, sondern korrekt eingerechnet, und der Plan schlägt rüstzeitoptimierte Reihenfolgen vor.

Gerade in der variantenreichen Fertigung entscheidet die Reihenfolge über viel Stillstand. Wer Rüstzeiten in der Reihenfolgeplanung berücksichtigt und Umrüstzeiten je Materialwechsel sauber abbildet, plant belastbar statt optimistisch.

Wer Rüstzeiten ignoriert, plant Fiktion

Versteckte Zeitfresser

Umrüstungen kosten oft mehr Zeit als die Bearbeitung selbst. Wer sie pauschal ansetzt, plant an der Realität vorbei.

Falsche Reihenfolge

Eine ungünstige Reihenfolge erzeugt vermeidbare Umrüstungen. Maschinen stehen still, statt zu produzieren.

Wissen in Köpfen

Welche Rüstung wie lange dauert, wissen oft nur einzelne Personen. Bei Ausfall oder Wechsel geht dieses Wissen verloren.

Ihre Rüstzeiten, einmal hinterlegt

In der Umrüst-Matrix hinterlegen Sie die Rüstzeit für den Wechsel von einem Material auf ein anderes. Damit die Pflege beherrschbar bleibt, fassen Sie Materialien zu Gruppen zusammen und setzen einen Standardwert für alle übrigen Paare. So bleibt die Rüstmatrix auch bei vielen Varianten übersichtlich und vollständig.

Materialgruppen

Materialien mit gleichem Rüstverhalten fassen Sie zu einer Gruppe zusammen. Die Gruppe belegt eine Zeile und Spalte der Matrix, statt jedes Material einzeln.

Standardwert

Ein Standardwert gilt für alle Materialpaare, die Sie nicht ausdrücklich in der Matrix hinterlegen. Sie pflegen nur die Wechsel, die wirklich abweichen.

Wiederholung ohne Rüsten

Läuft dasselbe Material direkt hintereinander, lässt sich die Umrüstung auf null setzen. Gleiche Aufträge bündeln Sie so ohne Rüstaufwand.

Sie pflegen die Matrix je Ressource direkt in der Konfiguration des Fertigungsbereichs, wie im Bild oben. Rüstzeiten importieren Sie bei Bedarf auch aus einer CSV- oder XLSX-Datei.

Aktueller Rüstzustand

Die erste Umrüstung zählt schon

schedwerk kennt für jede Maschine das aktuell eingerichtete Material. Damit wird bereits die erste Umrüstung eines neuen Plans aus der Realität gerechnet, nicht von einem gedachten Nullzustand aus.

Das macht gerade die kurzfristige Planung und die Neuplanung nach einer Störung belastbar. Vor jedem Lauf ist der Rüstzustand aus dem Ist der Produktion vorbelegt, Sie überschreiben ihn nur, wenn sich etwas geändert hat.

Assistent für einen neuen Ablaufplan in schedwerk. In der Resource Availability je Produktionsressource das aktuell eingerichtete Material und der Zeitpunkt, ab dem die Ressource wieder verfügbar ist.

Reihenfolgen, die Umrüsten sparen

Neben Regeln wie der Reihenfolge nach Eingang oder nach Termin bietet schedwerk eine Regel, die gezielt rüstgünstige Reihenfolgen bildet, ähnliche Aufträge bündelt und teure Wechsel vermeidet. In der Anwendung heißt diese Regel Changeover. So sinkt die Summe der Umrüstzeiten, ohne dass Termine aus dem Blick geraten.

Die Rüstzeit ist dabei eine reale Bedingung, kein eigenes Optimierungsziel. Optimiert wird auf das Ziel Ihres Fertigungsbereichs, etwa Durchlaufzeit oder Termintreue. Die rüstgünstige Reihenfolge tritt als eine von mehreren Regeln an, und schedwerk übernimmt am Ende das Ergebnis mit dem besten Zielwert.

Vorher

Reihenfolge nach Eingang: bei fast jedem Materialwechsel wird umgerüstet.

Ablaufplan einer Beschichtungslinie in schedwerk, geordnet nach Auftragseingang. Die Farben Blau, Weiß und Schwarz wechseln ständig, zwischen fast jeder Operation liegt ein oranger Umrüst-Block.
Nachher

Changeover-Regel: gleiche Materialien werden gebündelt, Umrüstungen entfallen.

Derselbe Ablaufplan mit der Changeover-Regel. Gleiche Farben sind zu Blöcken gebündelt, es bleiben nur zwei kurze Umrüstungen, und der Plan ist deutlich früher fertig.

Gleiche sechs Aufträge, andere Reihenfolge. Die Changeover-Regel bündelt gleiche Materialien: aus sechs Umrüstungen werden zwei, die reine Rüstzeit fällt in diesem Beispiel von 75 auf 10 Minuten, und die Linie ist früher frei.

Rüstzeiten sind eine von vielen realen Bedingungen

Rüstzeiten entfalten ihren Wert erst zusammen mit den übrigen Bedingungen im Werk, etwa begrenzten Hilfsmitteln, Schichten und Abhängigkeiten zwischen Arbeitsschritten. schedwerk plant all das gemeinsam. Wie Sie Ihren Betrieb einmalig als Modell abbilden und wie daraus automatisch ein optimierter Plan entsteht, sind eigene Themen.

Häufige Fragen zu Rüstzeiten

Was sind sequenzabhängige Rüstzeiten?
Rüstzeiten, deren Dauer vom vorherigen und vom nächsten Material abhängt. schedwerk bildet sie in einer Umrüst-Matrix ab und rechnet sie bei jeder Planung ein.
Muss ich für jedes Materialpaar eine Rüstzeit pflegen?
Nein. Sie fassen Materialien zu Gruppen zusammen und setzen einen Standardwert für alle nicht ausdrücklich definierten Paare. So bleibt die Rüstmatrix auch bei vielen Varianten beherrschbar.
Berücksichtigt schedwerk, was gerade auf der Maschine eingerichtet ist?
Ja. Der aktuelle Rüstzustand jeder Maschine ist der Ausgangspunkt der ersten Umrüstung im Plan, statt eines gedachten Nullzustands.
Optimiert schedwerk auf minimale Rüstzeit?
schedwerk kann Reihenfolgen bilden, die Umrüstungen klein halten. Optimiert wird aber auf das Ziel Ihres Fertigungsbereichs, zum Beispiel Durchlaufzeit oder Termintreue. Die Rüstzeit ist dabei eine reale Bedingung, kein eigenes Ziel.
Woher kommen die Rüstzeiten?
Aus Ihrer Umrüst-Matrix, die Sie je Ressource einmal hinterlegen und danach nur noch pflegen. Liegen die Zeiten bereits in einer Tabelle vor, importieren Sie sie per CSV- oder XLSX-Datei direkt in die Matrix, statt jedes Materialpaar von Hand einzutragen.

Bereit, Rüstzeiten aus dem Plan zu holen?

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